Pragmatische Prozessoptimierung
Ergebnisse
Die folgenden Beispiele zeigen ausgewählte Ergebnisse aus früheren Projekten.
Sie dienen der Einordnung typischer Wirkungen und erfolgen anonymisiert sowie branchenneutral.
–60 % Rüstzeit im 3-Schichtbetrieb
Ausgangslage
Rüstvorgänge an einer CNC-Maschine fanden alle 2–4 Stunden statt.
Die durchschnittliche Rüstzeit lag bei 45 Minuten.
Ist-Analyse
– Hilfsmittel und Werkzeuge mussten während des Rüstens gesucht werden
– Kein klares Bewusstsein für die Kosten von Maschinenstillstand
– Sämtliche Tätigkeiten wurden durchgeführt, während die Maschine stand
Potenziale
– Trennung von internen und externen Arbeitsschritten
– Systematisches Hinterfragen und Vereinfachen der Abläufe
– Einsatz einfacher, standardisierter Hilfsmittel
Lösung / Maßnahmen
– Einführung eines Schattenbretts für Werkzeuge und Hilfsmittel
– Vorbereitung der Rüstung vor dem Maschinenstillstand
– Training des optimalen Ablaufs inklusive Rüstzeitanalyse
Ergebnis
– Reduktion der Rüstzeit um 60 %
– Im 24-Stunden-Betrieb konnten zwei zusätzliche Schichten pro Woche produziert werden
Erfolgsfaktor
Konsequente Analyse, Optimierung und Training im Alltag.
10 % Lagerfläche eingespart und 6 Stunden Arbeitszeit pro Tag im Vertriebsinnendienst reduziert
Ausgangslage
Dezentrale Lagerverwaltung und manuelle Bestellvorgänge im Vertriebsinnendienst führten zu Ineffizienzen und zu hohen Lagerbeständen.
Ist-Analyse
– Bestellzeitpunkte wurden von jeder Person im Vertriebsinnendienst individuell festgelegt
– Bestellmengen wurden von jeder Person individuell bestimmt
– Entscheidungen basierten auf groben Schätzungen
– Taschenrechner wurden zur Ermittlung von Bestellmengen genutzt
– Vergangenheitsdaten wurden manuell herangezogen
– Jede Person prüfte ihre Artikel mehrmals pro Woche manuell
– Keine einheitliche Vorgehensweise bei Bestellentscheidungen
Potenziale
– Digitalisierung
– Anpassung der Organisation
Lösung / Maßnahmen
– Einführung einer digitalen Lagerbestandssoftware
– Umorganisation der Tätigkeit von mehreren Personen auf eine einzelne Person
– Schulung der beteiligten Personen
– Einführung und Anpassung des Systems an die Notwendigkeiten des Unternehmens
Ergebnis
– Reduzierung von 2.000 Paletten-Stellplätzen durch Zentralisierung des Bestandsmanagements (entspricht ca. 10 % Einsparung an Palettenplätzen)
– Einsparung von rund 6 Stunden pro Tag im Vertriebsinnendienst durch Digitalisierung des Bestellvorgangs
Erfolgsfaktor
Passende Auswahl des richtigen Systems und sehr gutes Projektmanagement.
1,2 Mio. € Investition vermieden und 200.000 € Stillstandskosten pro Jahr eingespart
Ausgangslage
Erweiterung der Produktionskapazitäten durch die Anschaffung einer neuen Anlage waren geplant. Das geplante Investitionsvolumen lag bei 1,2 Mio. €.
Ist-Analyse
– Mehrere vorgelagerte Maschinen waren über Förderbänder direkt mit einer nachgelagerten Verpackungsanlage verkettet
– Die Leistung der gesamten Prozesskette hing von der Arbeitsweise eines Mitarbeiters an der Verpackungsanlage ab
– Zeitliche Überlastung führte zu Stillständen
– Hohe Stillstandskosten
Potenziale
– Analyse des gesamten Ablaufs
– Entdeckung und Auflösung des Engpasses
Lösung / Maßnahmen
– Klarstellung, dass die geplante neue Maschine im Wert von 1,2 Mio. € nicht der Engpass war
– Durchführung einer strukturierten Engpassanalyse
– Einführung von Shopfloor Management zur prozessnahen Steuerung
– Prozesscoaching der Führungskraft auf Basis valider Daten
Ergebnis
– Vermeidung einer Neuinvestition in Höhe von 1,2 Mio. €
– Einsparung von Stillstandskosten in Höhe von 200.000 € pro Jahr
Erfolgsfaktor
Prozesscoaching und Aufbau von Verständnis bei der Führungskraft auf Basis valider Daten sowie einer strukturierten Ist-Analyse.
Stimmen aus früherer Zusammenarbeit
Die folgenden Stimmen stammen aus früherer Zusammenarbeit im Rahmen von Prozess-Coaching und Sparring.
Sie beschreiben keine einzelnen Projekte oder Kennzahlen, sondern die Art der Zusammenarbeit, das Vorgehen im Alltag
und die Wirkung auf Struktur, Entscheidungen und Rolle. Die Stimmen sind bewusst anonymisiert und dienen der Einordnung typischer Entwicklungen.
Stimme – Logistik / Prozess-Coaching
„Ich war damals Logistikleiter und fachlich gut – aber stark im Tagesgeschäft gefangen.
Es war Prozess-Coaching, kein klassisches Coaching. Wir haben Ziele klar gemacht, Methoden gelernt und diese direkt im Alltag ausprobiert.
Wichtig war: ausprobieren, reflektieren, Lessons Learned ziehen und es beim nächsten Mal besser machen. Dadurch wurde meine Arbeit strukturierter und ich deutlich sicherer in meinen Entscheidungen.
Rückblickend war das ein wichtiger Schritt, um später die Geschäftsführung eines Logistik-Unternehmens zu übernehmen.“